home

 
Marlies Steenweg, Hotline Telemarketing oHG

Thesenpapier für den 15.02.2002

1. Angepaßte Lohnnebenkosten für Frauen mit Kindern machen es für den Unternehmer interessanter flexible Arbeitszeitverträge mit Frauen zu schließen.

Was wünschen Frauen im Beruf?

Kurzfristig die Möglichkeit die Pflege des/der Kindes(er) zu übernehmen (Krankheit, Unfall)

Freistellung in den Ferien, weil Betreuungsmöglichkeiten fehlen

Diese Wünsche machen es für den Unternehmer notwendig, eine entsprechende Prozentzahl an Mitarbeiterinnern mehr einzustellen, um sicher zu stellen, daß alle Aufträge abgearbeitet werden können (immer betrachtet unter dem Aspekt, daß Hotline Telemarketing  ein Dienstleister ist).

Verringerte Lohnnebenkosten bei Frauen mit Kindern können zumindest die höheren Kosten für die Einarbeitung und Schulung von zusätzlichem Personal  auffangen. 

2. Die Abschaffung der Vergünstigung bei geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen wird nicht mehr Frauen dazu veranlassen eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen.

Gründe, die aus meiner Erfahrung mit den Frauen in unserem Unternehmen dagegen stehen:

Frauen nehmen die Erziehungszeit sehr ernst und arbeiten ungern mehr als maximal 20 Stunden pro Woche. Durch die hohen Abzüge im sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis (größtenteils auch Steuerklasse V) ist die Motivation für ein solches Beschäftigungsverhältnis eher gering.

Die Geringfügigkeit ermöglicht einen annehmbaren Verdienst und die Betreuung der Kinder.

3. Ich kann mir vorstellen, daß eine Erleichterung der gesetzlichen Bestimmungen zur Errichtung von betriebseigenen Kinderkrippen oder „Kindergärten“  Unternehmer veranlassen kann, mehr weibliche Mitarbeiter mit Kindern einzustellen. 
 


Prof.Dr.M.-E.Karsten,
Universität Lüneburg,
undFrauenbeauftragte der Universität

U. Mascher, parl. Staatsekretärin im Bundesministerium für Arbeit

M. Mönig-Raane,
stellv. Bundesvorsitzende ver.di

U. Hauffe,
Beauftragte für Frauen des Landes
Bremen

U. Biermann,
Netzwerk Frauenzeiten